Das Bild zeigt eine Hand auf einer Computermaus als Beispiel für die unnatürliche Positionierung hier im Beitrag

Die Maushand, der Mausarm, was kannst du tun

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Schmerzen an der Hand, davon kann der ein oder andere ein Lied singen, gerade diejenigen von uns, die viel am Computer arbeiten, fühlen sich hier sicher angesprochen – doch was steckt hinter der sogenannten Maushand oder auch dem Mausarm?

Carola Hugo, Gesundheits- und Krankenpflegerin, erklärt was es mit diesen Begriffen auf sich hat, was du tun kannst, um diesen Beschwerden vorzubeugen und auch was zu tun ist, wenn du darunter leidest.
Profilbild Carola Hugo

Carola Hugo

Sozial-Managerin im Gesundheitswesen

Maushand, Mausarm, oder Bürokrankheit, viele Begriffe für ein und dasselbe Problem

Das sogenannte Repetitive-Strain-Injury-Syndrom (kurz RSI-Syndrom) ist die “fachliche Bezeichnung” für diese Art der Handschmerzen. Unter diesem Syndrom werden Beschwerden zusammengefasst, welche durch wiederholte Beanspruchung, beziehungsweise Belastung entstehen. Außerdem ist das RSI-Syndrom nicht auf den Bereich der Hand begrenzt, auch Beschwerden im Nacken und Schulterbereich, welche aufgrund von Überlastungen entstanden, werden unter diesem Begriff zusammengefasst.

Die Bezeichnung Maushand, Mausarm und Bürokrankheit benennen bereits die Gründe der Beschwerden

Fehlhaltungen und immer wiederkehrende schnelle Bewegungen, beispielsweise bei der Arbeit an einem Bildschirmarbeitsplatz, führen zu diesen Überlastungen der Hand.

Nutzt du die übliche rechteckige Tastatur, so kann das zu einer Zwangshaltung führen, denn diese Tastaturen zwingen dich zu einer unnatürlich abgewinkelten Handgelenksstellung. Auch die Nutzung der Maus zwingt dich zu immer gleichen Bewegungsabläufen, häufig von nur einem Finger und deine Hand ist dabei stetig angespannt.

Was passiert genau bei dieser Überlastung der Hand?

Diese chronisch monotone Belastung führt zu Muskelverspannungen und in Folge dessen zu Durchblutungsstörungen. Außerdem überlasten die betroffenen Sehnen und Bindegewebsstrukturen. Es kommt zu einer verminderten Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und auch lokale Entzündungen treten auf.

Typische Beschwerden bei der Maushand, dem Mausarm – doch auch andere Erkrankungen äußern sich auf diese Weise

Betroffene einer Maushand oder eines Mausarms spüren häufig ein Spannungs- und Taubheitsgefühl, oder auch das sogenannte Ameisenkrabbeln in den Fingern. Auch Einschränkungen in der Beweglichkeit, Kraftverlust oder Schmerzen bei den auszuübenden Bewegungen treten auf.

An dieser Stelle ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch andere Erkrankungen wie ein Karpaltunnelsyndrom oder eine Sehnenscheidenentzündung ähnliche Symptome verursachen. Bist du dir nicht sicher ob es sich um die sogenannte Maushand handelt, oder halten deine Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, solltest du sie abklären lassen.

Der Maushand, dem Mausarm vorbeugen

Du hast es sozusagen “in der Hand”! Auch wenn dich deine beruflichen Aufgaben zu langen Arbeitsphasen an der Tastatur und der Maus zwingen, kannst du einiges tun, um dem RSI-Syndrom vorzubeugen.

Eine geeignete ergonomische Arbeitsausstattung

Wenn du viel an einem Bildschirmarbeitsplatz arbeitest, kann eine ergonomisch geformte Tastatur und auch eine sogenannte Ergo-Maus die Überlastung deiner Hände reduzieren, da sie die beschriebene Zwangshaltung zu vermeiden hilft.

Einen Ausgleich für deine Hände schaffen

Das Bild zeigt einen Knetball in einer Hand als einem Handtrainer für ausgleichendes Handtraining hier im Beitrag "Die Maushand, der Mausarm, was kannst du tun"

Kleine Handtrainer ermöglichen mehr Abwechslung in deinen Bewegungen. So kannst du in kurzen Pausen zwischendurch genau die Übungen ausführen, die deine Hände bei der einseitigen Haltung und Bewegung brauchen.

Was kannst du tun, wenn du bereits Beschwerden hast?

Verklebungen im Fasziengewebe lösen

Die Faszienmassage kann sehr wohltuend und auch sehr wirkungsvoll unterstützen. Denn durch die Massage des Fasziengewebes löst du die Verklebungen und sorgst für eine bessere Beweglichkeit.

Die Schonung deiner Hand

Das Bild zeigt das Anlegen einer Handgelenksbandage als Beispiel für die Schonung einer überlasteten Hand hier im Beitrag "Die Maushand, der Mausarm, was kannst du tun"

Durch geeignete Bandagen kannst du Ruhe in das gereizte Gewebe bringen. Bei stärkeren Beschwerden ist das sehr hilfreich. Jedoch gilt es bei der Nutzung von Bandagen immer zu beachten, dass eine Ruhigstellung von Gelenken mit Vorsicht zu betrachten ist. 

Einfach ausgedrückt kann man sagen, “der Körper versorgt was er benutzt”. Und durch eine Ruhigstellung vermittelst du ihm, dass deine Hand nicht benutzt wird. Aber genau jetzt sollte dein Körper diesen Bereich gut versorgen, daher solltest du eine Bandage nur zeitlich begrenzt oder nach Absprache mit deinem Arzt nutzen.

Hilfreiche Übungen bei einer Maushand und einem Mausarm

Mit gezielten Übungen kannst du zur Reduzierung deiner Beschwerden beitragen. Die folgenden YouTube-Videos zeigen dir erste Übungsanleitungen.

In diesem Video aus dem Faszienchannel von Patrick Nehmzow wird dir gezeigt, wie du mit der Faszienrolle dein Fasziengewebe massierst.

Dieses Video von Ergotopia hingegen zeigt dir verschiedene Übungen zum Dehnen und Mobilisieren ohne Hilfsmittel.

Profilbild Carola Hugo

Carola Hugo

Sozial-Managerin im Gesundheitswesen

Mein Name ist Carola Hugo, ich bin studierte Sozial-Managerin im Gesundheitswesen, Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ein regelmäßiger Wechsel zwischen körperlicher Forderung und intensiver Entspannung hilft mir, mich fitter und beschwerdefreier zu fühlen. Je gesünder – und (körperlich) abwechslungsreicher – du deinen Alltag gestalten kannst, desto fitter und beschwerdefreier wirst auch du dich fühlen. Da wir jedoch häufig in einseitigen Verhaltensmustern “gefangen” sind, möchte ich dich darin unterstützen, Möglichkeiten für dich zu entdecken, gezielt gegen die Auswirkungen dieser Problematik vorzugehen.

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