Kurse zu den Grundgedanken der Salutogenese

Carola Hugo Sozial-Managerin im Gesundheitswesen Aktualisiert am: 15. Januar 2021

Bei der Salutogenese nach Aaron Antonovsky steht nicht wie in der „klassischen Medizin“ die Befreiung von Krankheiten im Vordergrund, sondern die Entstehung und die Erhaltung der Gesundheit. Ich möchte dir hier ein paar Empfehlungen geben, wie du mit guten Kurse die Grundgedanken der Salutogenese für dich entdecken und vertiefen kannst.

Nach dem Modell von Antonovsky gibt es keine klare Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit. Beide Zustände werden eher als Gegenpole verstanden und die Frage ist, wie ausgeprägt wir unsere gesunden und auch kranken Anteile wahrnehmen.

Das Ziel der Salutogenese ist es, trotz möglicher kranker Anteile, möglichst nah an den Pol der Gesundheit zu gelangen. Ein paar empfehlenswerte Bücher zu den Grundgedanken der Salutogenese habe ich dir hier zusammengestellt.

Zielsetzung und Ansatz der Salutogenese

Laut Antonovsky hilft uns unser sogenanntes Kohärenzgefühl dabei, zum Pol der Gesundheit zu gelangen. Es geht hierbei um die Stimmigkeit von drei Faktoren:

  • Verständnis: Kann ich die Zusammenhänge meiner (Lebens-)Situation verstehen?
  • Handhabbarkeit: Kann ich mir das Gefühl vermitteln, selbst meine Situation gestalten zu können?
  • Bedeutsamkeit: Kann ich bei allem was gerade passiert einen Sinn und meine Handlungsmöglichkeiten entdecken?

Diese Faktoren sollen nicht die Beschwerden oder Krankheiten ausblenden, sondern vielmehr dazu beitragen, ganz eigene Ressourcen aufzubauen die zu einer Gesunderhaltung und zu einem Wohlbefinden beitragen.

Fragestellungen und Aussagen wie die Folgenden können also dazu beitragen, ganz gezielt unser Umfeld als unsere Ressourcen zu nutzen und die zu uns passenden Maßnahmen oder Veränderungen festzulegen, die uns zu mehr Wohlbefinden verhelfen:

  • Was könnte ich brauchen? Wie soll mein Leben aussehen? (Stimmigkeit)
  • Welche Art der Bewegung macht mir Spaß? Auf welche Weise kann ich gesundes Essen lecker zubereiten? (Attraktive Gesundheitsziele)
  • Was macht mir wirklich Spaß? Was kann ich gut? (Ressourcen)
  • Es ist egal was „man“ tut, ich überlege mir, was ich möchte. (Subjekt und Subjektives)
  • Welchen Einfluss hat mein Umfeld im privaten, sozialen oder beruflichen Bereich auf mein Wohlbefinden? (Systemische Selbstregulation)
  • Ich kann mich entwickeln, kann lernen und mich verändern. (Entwicklung und Evolution)
  • Sowohl-als-auch ist in Ordnung. Ich kann krank und dennoch lebenslustig sein, oder traurig sein obwohl ich gesund bin. (Möglichkeiten)

Weitere Einblicke in die Ansätze der Salutogenese ermöglicht dir die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA hier.

Ein Anbieter sowohl einzelner Kurse als auch einer gesamtheitlichen Ausbildung in diesem Bereich ist das Zentrum für Salutogenese in Bad Gandersheim. Hier findest du weitere Informationen dazu.

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