Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit – Verantwortung der Vorgesetzten

Katrin Schaffrath Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement Aktualisiert am: 5. Dezember 2020

Du interessierst dich für die Aufgaben und die Verantwortung deiner Vorgesetzen im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit in deinem Betrieb? Neben der generellen Verantwortung gibt es klare Verpflichtungen, denen sie nachkommen müssen.

Den Führungskräften sind, neben vielen weiteren Verpflichtungen, auch im Bereich der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz gewisse Verantwortlichkeiten zugeteilt. Eine aufschlussreiche Darstellung ihrer Verantwortung in der Unfallverhütung, aber auch der Verantwortung der Unternehmensführung, sowie der eigenen Verantwortung als Mitarbeiter, bietet die Übersicht der Berufsgenossenschaft ETEM hier.

Was beinhaltet die Verantwortung der Vorgesetzten zur Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erklärt in diesem Bericht was Arbeitsschutz ist und was dies alles beinhaltet.

Zudem stehen beim BMAS auch weitere sehr informative und interessante Berichte über die Gesundheit am Arbeitsplatz zur Verfügung, zum Beispiel zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM), zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), zur arbeitsmedizinischen Vorsorge und vieles mehr. Schau sie dir hier an und wähle den Bereich der dich interessiert.

Primär sind die Vorgesetzten als die zuständigen Personen für alle Fragen rund um deinen bereitgestellten Arbeitsplatz verantwortlich und sollten sich im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht auch für eine stetige Optimierung einsetzen. Wichtig ist vor allem ihre Möglichkeit, eine Fachkraft der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes und/oder den Betriebsarzt zur fachkundigen Beratung hinzuzuziehen.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) lautet in § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers wie folgt

Einen wortwörtlichen Auszug aus dem Gesetzestext zeige ich dir hier:

(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.
(2) Zur Planung und Durchführung der Maßnahmen nach Absatz 1 hat der Arbeitgeber unter Berücksichtigung der Art der Tätigkeiten und der Zahl der Beschäftigten
1. für eine geeignete Organisation zu sorgen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen sowie
2. Vorkehrungen zu treffen, dass die Maßnahmen erforderlichenfalls bei allen Tätigkeiten und eingebunden in die betrieblichen Führungsstrukturen beachtet werden und die Beschäftigten ihren Mitwirkungspflichten nachkommen können.
(3) Kosten für Maßnahmen nach diesem Gesetz darf der Arbeitgeber nicht den Beschäftigten auferlegen.
(Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

Die gesamten Gesetzestexte zum Arbeitsschutzgesetz kannst du hier einsehen.

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